„Sand- und Kalkstein – Baustoff und Fenster zur Erdgeschichte“

(bis 31. Oktober 2021)

Im Osterwald wurden Sand- und Kalksteine gewonnen. Insbesondere die Sandsteine der Osterwald-Schichten eigneten sich hervoragend als Werksteine und sind noch heute Bestandteil vieler historischer Gebäude in ganz Deutschland. Insofern steht der Osterwalder dem bekannteren Oberkirchener Sandstein in nichts nach. Der hiesige Sandstein, ebenso wie die Steinkohle aus dem Osterwald, entstammt der Unterkreide, der Kalkstein hinegen dem Jura, er ist also deutlich älter. Aufgrund seiner Härte fand Kalkstein im Straßenbau Verwendung, zumeist biogenen Ursprungs, enthält er häufig Versteinerungen und bietet somit interessante Einblicke in die Erdgeschichte.


Die Sonderausstellung thematisiert weniger die hiesigen Steinbrüche oder die Arbeitstechniken der Steinhauer, sondern sie nimmt die vielfältigen und oft wenig beachteten Sandsteinerzeugnisse in den Blick, die zum Alltagsleben gehörten: Viehtränken, Futtertröge, Brunnensäulen, Zaunpfähle, Grundsteine …

Beim Kalkstein hingegen tritt der erdgeschichtliche Aspekt in den Vordergrund. Hier geht es um Versteinerungen, vor allem um die Erkenntnisse, die sich daraus gewinnen lassen, aber auch um die Frage, wie und wo Versteinerungen zu finden sind und wie sie bearbeitet oder konserviert werden müssen.

Die Sonderausstellung 2021

Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Erdgeschichte und bietet Informationen über Mineralien und Fossilien, die Eigenschaften des Gesteins sowie seine vielseitige Verwendung. Erstmalig präsentiert das Museum auch bislang nicht gezeigte Objekte der Jura- und Kreidezeit aus seinem Depotbestand.

Das Faltblatt zur Sonderausstellung finden Sie hier