„Bergmannslos“ – Arbeiterlyrik von Kämpchen und anderen
Frühlingsführung mit Lesung und Kaffee unter Tage
Sonntag, 22. März 2026, 15.00 Uhr
Der Bergbau auf Steinkohlen in den kleinen nordwestdeutschen Revieren unterscheidet sich nicht nur aufgrund der geologischen Voraussetzungen stark von dem im Ruhrgebiet. Auch die Sozialstrukturen der beiden Reviere wiesen zur Zeit der großen Industrie erhebliche Unterschiede auf. Ausbeutung, Wohnungsnot, Konkurrenzdruck und Armut prägten das Leben der Bergarbeiter an der Ruhr. Obwohl die sozialen Verhältnisse am Osterwald sich mit denen im Ruhrgebiet nur bedingt vergleichen lassen, waren den Bergleuten hier existenzielle Sorgen auch nicht fremd.
Daher verbinden wir diese Führung durch den Hüttenstollen mit einer Lesung von Gedichten, die das Schicksal der Bergleute und ihrer Familien zum Thema haben.
Die Befahrung des Besucherbergwerks dauert etwa zwei Stunden und die an ausgewählten Stellen unter Tage vorgetragenen Gedichte, in erster Linie aus der Feder des Arbeiterführers und Dichters Heinrich Kämpchen aus Bochum, entfalten ihre Wirkung – unterstützt durch die ganz besondere Atmosphäre, welche die Enge, die spärliche Beleuchtung und der kühle Wetterzug schaffen. Am Ende der Hauptstrecke laden Sitzbänke zum Ausruhen ein und heißer Kaffee hilft gegen das doch allmählich einsetzende Frösteln.
Aufgrund der Dauer der Führung und der Besonderheiten der vorgetragenen Texte ist die Veranstaltung für Kinder weniger geeignet.
Da nur ein eingeschränktes Platzangebot besteht, bitten wir Interessierte, sich zur Teilnahme anzumelden, per E-Mail an termin@der-huettenstollen.de oder telefonisch unter 0160-95968820.
Glückauf
